Bitte um Spenden
für das Hilfsprojekt La Saline in Port au Prince
La Saline liegt im Hafengebiet und in der Anflugschneise des Flughafens und im Halbstundentakt landen die Flugzeuge mit Hilfsladungen für die Erdbebenopfer. Doch in diesem Armenviertel von Port au Prince, kommt davon nichts an. Warum? Weil es hier keine Hochhäuser sind, gab es auch keine so spektakulären Hauseinstürze. Doch Zerstörungen sind auch hier und die Menschen leiden genau so wie im ganzen Stadtgebiet. Sie brauchen Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und verbesserte hygienische Bedingungen und sie schlafen aus Angst vor neuen Erdstössen zum Teil nachts im Freien. Die Menschen waren hier schon vorher mausarm und sind es heute erst recht.
Bitte unterstützen auch sie dieses Hilfsprojekt!
Ihre Spende kommt an und hilft sofort.
Spendenkonto in der Schweiz:
UBS 9100 Herisau
Konto Rita Hirt Nr. 0254-703014.M1C
IBAN: CH9600254254703014M1C
BIC: UBSWCHZH80A
Rita Hirt, Rippistal 637, 9103 Schwellbrunn
Spendenkonto in der Dom.Rep.:
Banreservas Las Terrenas
Konto 290-004957-9
Swift: BRRDDOSD
Hajo Badzong, Las Terrenas, Dom.Rep.
Calle Portillo, Nostalgia Caribe
Cel. 001 829 886 7408, Skype: puntabonita1,
Mail: hajoba@gmail.com
Informationen in Europa:
Carola Santa Cruz, Zürich-Altstetten, Schweiz
Mail: carola@badzong.ch
Verwendungszweck:
Wer speziell das Kinderdorf 'Jardin des enfants' unterstützen möchte, gebe bitte als Verwendungszweck an 'Kinderdorf'
Wer auf das Schweizer Bankkonto Spenden überweisen möchte, kann das Online als SEPA-Überweisung machenn. Dann ist die Überweisung kostenlos.
Das Bankinstitut in Herisau ist SEPA-fähig!!
Donnerstag, 28. Januar 2010
Projektteil Suppenküche

Die mitgebrachten Hilfsgüter sind ein guter Anfang und haben Hoffnungen geweckt. Wünsche nach weiteren Hilfssendungen wurden vor Ort gestellt. Immer mehr Menschen nehmen an der Suppenausgabe teil. Waren es am 22. Januar etwa 50, so sind es heute am 26 Januar bereits 100. In wenigen Tagen werden es 300 sein. Das ist die oberste Grenze. Bis dahin soll eine zweite Suppenküche einsatzbereit sein.
Gleichzeitig ist es aber mein Anliegen, die Eigenversorgung der Gemeinschaft in den Mittelpunkt zu stellen, damit die Abhängigkeit von Hilfslieferungen so weit als möglich wieder zurückzufahren und damit die Nachhaltigkeit der Hilfe zu stärken. Wie ist das möglich? Es gibt wieder einen Gemüsemarkt, etwa 1 km entfernt. Dieser Markt wird uns das Gemüse liefern. Brot liefert eine Boulangerie, die nach wie vor in La Saline arbeitet. Wasser muss teuer in Gallonen zugekauft werden. Weitere Hilfe muss zurzeit mit Hilfslieferungen zugeführt werden. Wir werden einen Hilfsdienst organisieren, der die Stadtumgebung nach Lebensmitteln mit regelmässiger Dauerlieferung absucht. Wir werden haitianische Lastwagen suchen, die wieder genügend Waren des Landes zu den Menschen in der Stadt tragen.
Projektteil medizinische Hilfe
Dra. Junette führt gezielte medizinische Hilfe bei den ohne Dach an der Sonne liegenden Menschen auf der Plaza Sta Ana und in La Saline durch. Am 20.Januar war der zweite Einsatz. Der dritte Einsatz wird sein, wenn Emsi mit der Hilfslieferung am 27.Januar dort eintrifft. Entzündete Wunden werden behandelt. Diese Einsätze werden mit der Zeit abnehmen und nur noch sporadisch nötig sein.
Projektteil Dach über dem Kopf
Der zentrale Dorfplatz von La Saline ist jetzt überdacht und die Menschen können auch bei Regen mit einem Dach über dem Kopf schlafen. Ausserdem habe ich so viele Schüttel-Lampen verteilt, die ich bekommen konnte. Diese Handlampe erhält ihren Strom durch das Schütteln mit der Hand und leuchtet dann einige Minuten. Dann wird wieder geschüttelt und so fort.
Eine der Mütter spricht ein Dankgebet vor dem Einschlafen und einer der Anwesenden liest aus der Bibel, hier Joh.9.4
Eine der Mütter spricht ein Dankgebet vor dem Einschlafen und einer der Anwesenden liest aus der Bibel, hier Joh.9.4
Projektteil Jardin des enfants

Pastor Josef hatte vor dem Erdbeben 15 Kinder zwischen 7 und 15 Jahren. Jetzt hat er 53 Kinder aufgenommen. Die Kinder sind tagsüber im Garten, nachts schlafen sie bei Verwandten oder Nachbarn. Eine Teilüberdachung des Gartens zwischen den Bananen und anderen grossflächigen Blätterbäumen wurde durch eine grosse Plane ermöglicht. Diese dürfte inzwischen montiert sein. Das grosse Problem von Pastor Josef sind die Kosten für 3 Mahlzeiten am Tag und die erforderliche Betreuung. Das Minimum sei, wie er sagt 1.70 USD pro Kind und Tag. Eine Verschönerung des Steingartens (ganz Port au Prince ist eine Steinwüste) ist aus unserer Sicht von Nöten. Weil die Kosten deutlich höher sind als bei der Suppenküche, habe ich sein Anliegen bis zur Lösung dieses Problems vertagt.
Verwendung bisheriger Spendengelder
Am 15. Januar kam eine erste Sendung aus Ritas Hilfsfond von 6975 USD an. Am
20.Januar kamen aus diesem Hilfsfond nochmals 6938 USD. Am 26. Januar konnte ich aus den mir zugesandten Spendengeldern noch einmal 2645 USD integrieren. Bis heute
am 26. Januar hat das Hilfsprojekt La Saline somit USD 16558 erhalten.
Die erste Hilfssendung am 16.-19.Januar umfasste Medikamente, Nahrungsmittel, Kleidung und Hygieneartikel im Werte von 5400 USD, inbegriffen die Kosten für Fahrzeug und Transport.
Bei der zweiten Hilfssendung am 21.-24.Januar konnte stärker auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen werden. Es wurden daher jetzt Dachplanen, Decken und Bettücher, weitere Hygieneartikel und weitere Medikamente im Betrage von 6000 USD ins Katastrophengebiet gebracht, inbegriffen die Kosten für Fahrzeug und Transport.
Eine dritte Hilfssendung erfolgt am 27. Januar mit einem Kurier mit Medikamenten und Geldzuwendungen an Pastor Josef (1000 USD), Dra. Junette (300 USD) und die Suppenküche (1000 USD) im Gesamtbetrage von 3550 USD. MIt diesem Geld werden Lebensmittel des Landes in der Stadt (teuer) gekauft, ist aber nur als Übergang gedacht. Zur Nachhaltigkeit siehe oben.
Der Stand der verfügbaren Hilfsgelder ist also heute am 26. Januar USD 1608.
20.Januar kamen aus diesem Hilfsfond nochmals 6938 USD. Am 26. Januar konnte ich aus den mir zugesandten Spendengeldern noch einmal 2645 USD integrieren. Bis heute
am 26. Januar hat das Hilfsprojekt La Saline somit USD 16558 erhalten.
Die erste Hilfssendung am 16.-19.Januar umfasste Medikamente, Nahrungsmittel, Kleidung und Hygieneartikel im Werte von 5400 USD, inbegriffen die Kosten für Fahrzeug und Transport.
Bei der zweiten Hilfssendung am 21.-24.Januar konnte stärker auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen werden. Es wurden daher jetzt Dachplanen, Decken und Bettücher, weitere Hygieneartikel und weitere Medikamente im Betrage von 6000 USD ins Katastrophengebiet gebracht, inbegriffen die Kosten für Fahrzeug und Transport.
Eine dritte Hilfssendung erfolgt am 27. Januar mit einem Kurier mit Medikamenten und Geldzuwendungen an Pastor Josef (1000 USD), Dra. Junette (300 USD) und die Suppenküche (1000 USD) im Gesamtbetrage von 3550 USD. MIt diesem Geld werden Lebensmittel des Landes in der Stadt (teuer) gekauft, ist aber nur als Übergang gedacht. Zur Nachhaltigkeit siehe oben.
Der Stand der verfügbaren Hilfsgelder ist also heute am 26. Januar USD 1608.
Brief von Hajo an alle SpenderInnen
Ein gütiges Schicksal hat mir die Fäden in die Hand gegeben für dieses spannende und aufregende Hilfsprojekt, das mich magnetisch in seinen Bann gezogen hat. Es sind auch die unglaublich warmherzigen undcherzlichen, künstlerisch ungemein begabten, intelligenten haitianischen Menschen, die nur die Armut und die Kargheit des Landes(Port au Prince ist eine Steinwüste) dazu gebracht hat, teils auch gewalttätig
zu werden.
Mit lieben Freunden in der Schweiz habe ich ein Sofort-Hilfsprojekt realisiert und im Stadtteil La Saline, am Hafen von Port au Prince fest eingerichtet. Meine Mitarbeiter dort sind ausschliesslich Haitianerinnen und Haitianer. Eure Hilfe kommt also direkt bei den Menschen an, dort wo sie hingehört. Das Transportmittel für eure Hilfe ist die Liebe zu diesen liebenswerten, aber sehr armen Menschen. It
must be love . . .
http://www.youtube.com/watch?v=JOqkg3PIY4M
Es kann und darf nicht darum gehen, die Menschen von Port au Prince abhängig zu machen von ausländischen Lieferungen, sondern Selbstversorgung und Nachhaltigkeit müssen ge- und verstärkt werden. Die Devise heisst:
Hilfe zur Selbsthilfe
Die Erdbebenzerstörungen liegen nahezu ausschliesslich in Port au Prince. Das gesamte Land Haiti war immer schon Versorger der Hauptstadt und ist es auch weiterhin. Aber die Versorgerwege und die Feinverteilung in der Hauptstadt sind abgerissen. Diese müssen wieder ersetzt werden. Durch die Zerstörungen fehlt heute das Geld in der Hauptstadt, die Waren zu kaufen und diese sind durch Versorgerengpässe auch teurer geworden. Also fehlt der Absatz.
Hilfslieferungen unmittelbar nach dem Erdbeben zur sofortigen Linderung der grössten Not sind in Ordnung, aber dann muss der Alltag wieder einkehren und die Menschen müssen sich wieder selbst versorgen. Sonst würde die gesamte Versorgungslage des Landes lahmgelegt. Die Menschen in Port au Prince würden abhängig und die Kaufkraft nähme trotzdem nicht zu. Die Devise heisst hier:
Kaufkraft stärken
Verteilernetz reorganisieren
Die Menschen brauchen Geld, um wieder kaufen zu können und durch die Wiederherstellung der Versorgerwege werden die Waren auch wieder billiger.
Das Hilfsprojekt 'La Saline' wird in Zukunft nur noch so viel materielle Hilfe aus dem Ausland bringen, wie unbedingt nötig ist. Aber die Menschen sollen die eigenen Waren des Landes wieder kaufen können. Unser Hilfsprojekt wird in Zukunft Waren des Landes kaufen und diese zu den Menschen in der Hauptstadt Port au Prince bringen. Erst wenn die Kaufkraft genügend gestärkt ist und die Menschen wieder genügend Geld zum Kaufen haben, hört der Tropf der Abhängigkeit wieder auf.
Anstatt Menschen hin und her zu fahren, sollen wieder vermehrt Waren vom Lande in die Stadt transportiert werden, wie schon vor dem Erdbeben. Das reicht aus für die Versorgung ihrer Hauptstadt mit Lebensmitteln.
Bitte seht euch mein Projekt, meinen Spendenaufruf und meinen Verwendungsnachweis im Anhang dieses Mails an und wenn ihr dann wisst, dass eure Spende am richtigen Ort eingesetzt wird, dann zögert nicht, sofort bei diesem Werk mitzuhelfen und mit dabei zu sein in La Saline,am Hafen von Port au Prince.
Dank an euch alle und liebe Grüsse
von eurem Hans Joachim
mit einem herzlichen
. . . it must be love
http://www.youtube.com/watch?v=JOqkg3PIY4M
zu werden.
Mit lieben Freunden in der Schweiz habe ich ein Sofort-Hilfsprojekt realisiert und im Stadtteil La Saline, am Hafen von Port au Prince fest eingerichtet. Meine Mitarbeiter dort sind ausschliesslich Haitianerinnen und Haitianer. Eure Hilfe kommt also direkt bei den Menschen an, dort wo sie hingehört. Das Transportmittel für eure Hilfe ist die Liebe zu diesen liebenswerten, aber sehr armen Menschen. It
must be love . . .
http://www.youtube.com/watch?v=JOqkg3PIY4M
Es kann und darf nicht darum gehen, die Menschen von Port au Prince abhängig zu machen von ausländischen Lieferungen, sondern Selbstversorgung und Nachhaltigkeit müssen ge- und verstärkt werden. Die Devise heisst:
Hilfe zur Selbsthilfe
Die Erdbebenzerstörungen liegen nahezu ausschliesslich in Port au Prince. Das gesamte Land Haiti war immer schon Versorger der Hauptstadt und ist es auch weiterhin. Aber die Versorgerwege und die Feinverteilung in der Hauptstadt sind abgerissen. Diese müssen wieder ersetzt werden. Durch die Zerstörungen fehlt heute das Geld in der Hauptstadt, die Waren zu kaufen und diese sind durch Versorgerengpässe auch teurer geworden. Also fehlt der Absatz.
Hilfslieferungen unmittelbar nach dem Erdbeben zur sofortigen Linderung der grössten Not sind in Ordnung, aber dann muss der Alltag wieder einkehren und die Menschen müssen sich wieder selbst versorgen. Sonst würde die gesamte Versorgungslage des Landes lahmgelegt. Die Menschen in Port au Prince würden abhängig und die Kaufkraft nähme trotzdem nicht zu. Die Devise heisst hier:
Kaufkraft stärken
Verteilernetz reorganisieren
Die Menschen brauchen Geld, um wieder kaufen zu können und durch die Wiederherstellung der Versorgerwege werden die Waren auch wieder billiger.
Das Hilfsprojekt 'La Saline' wird in Zukunft nur noch so viel materielle Hilfe aus dem Ausland bringen, wie unbedingt nötig ist. Aber die Menschen sollen die eigenen Waren des Landes wieder kaufen können. Unser Hilfsprojekt wird in Zukunft Waren des Landes kaufen und diese zu den Menschen in der Hauptstadt Port au Prince bringen. Erst wenn die Kaufkraft genügend gestärkt ist und die Menschen wieder genügend Geld zum Kaufen haben, hört der Tropf der Abhängigkeit wieder auf.
Anstatt Menschen hin und her zu fahren, sollen wieder vermehrt Waren vom Lande in die Stadt transportiert werden, wie schon vor dem Erdbeben. Das reicht aus für die Versorgung ihrer Hauptstadt mit Lebensmitteln.
Bitte seht euch mein Projekt, meinen Spendenaufruf und meinen Verwendungsnachweis im Anhang dieses Mails an und wenn ihr dann wisst, dass eure Spende am richtigen Ort eingesetzt wird, dann zögert nicht, sofort bei diesem Werk mitzuhelfen und mit dabei zu sein in La Saline,am Hafen von Port au Prince.
Dank an euch alle und liebe Grüsse
von eurem Hans Joachim
mit einem herzlichen
. . . it must be love
http://www.youtube.com/watch?v=JOqkg3PIY4M
Donnerstag, 21. Januar 2010
Nächster Schritt
Hajo hat sich gestern Mittwoch von der Dom. Rep. aus wieder auf den Weg nach La Saline (auf dem Bild seht ihr den Dorfplatz von La Saline) gemacht. Ausser mit den nötigen Versorgungsmitteln und Medikamenten ist Hajo dieses Mal auch mit Plastikplanen ausgerüstet, mit welchen er den Menschen Unterkünfte baut.Einen detaillierten Bericht über die aktuelle Lage und das fortschreiten des Projekts wird Hajo in den kommenden Tagen hier veröffentlichen.
Dienstag, 19. Januar 2010
5. Projektteil: Hygiene - Vorbeugung von Epidemien
Alles Abwasser, auch die Nachttöpfe werden einfach in eine Rinne geschüttet, die offen auf dem Dorfsträsschen fliessen und irgendwo versickern. Parasiten sind bereits ein grosses Problem und Seuchen sind bei der jetzigen Situation die Folge. Es kommt hinzu, dass auch das Wäschewaschen mit der Hand nur noch begrenzt möglich ist. Es werden dringend Waschmaschinen gebraucht, aber es gibt ja keinen Strom. Also wird hier jetzt Chlor gebraucht und das in grossen Mengen. Mein ohnehin überfülltes Auto wird also Chlorflaschen tragen müssen zum Vorbeugen von Epidemien. Eine Waschmaschine ist an Strom gebunden und den gibt es jetzt bis auf weiteres nicht mehr. Benzingeneratoren ‚leiden’ daran, dass das Benzin zu teuer ist und es fast keines gibt. Gasgeneratoren sind zu schadenanfällig. Die Lösung heisst Sonnenenergie für die Sofort Stromversorgung bis das Leitungsnetz der Stadt erneuert ist. Um die schmutzige Wäsche und Kleider zu waschen, werden danach dringend zunächst zwei Waschmaschinen für Kaltwasser mit Chlorzusatz gebraucht. Die Wasch-Einteilung muss dann wie in Zürich in einem Hochhaus eingeteilt, mit permanenter Hilfe durchgeführt und überwacht werden.
4. Projektteil: Dach über dem Kopf
Zu ‚Dach über dem Kopf’ musste ich ad hoc eine Lösung finden, denn bei dem jetzigen schönen Wetter geht das Schlafen im Freien noch, aber sobald es regnet, wird dringend ein Dach über dem Kopf benötigt. Schon heute gibt es riesengrosse Felder, die mit Behelfsbehausungen wie mit Tomatenplantagen bedeckt sind. Warum dann nicht relativ einfache Zelte kaufen? Die Antwort ist, die Menschen wollen in ihrer gewohnten Umgebung wohnen, aber nicht in ihren Gemäuern, die beim nächsten Erdbeben restlos einstürzen und sie begraben können. Aber die Strassen und Plätze werden tagsüber vom Verkehr benutzt. Also werden die Schlafplätze grossflächig am Abend mit Zeltblachen überdeckt. Bei meinem nächsten Einsatz werde ich das Auto mit Zeltblachen, starken Spannseilen und Schlaftüchern vollstopfen.3. Projektteil: Jardin des enfants
Zu ‚Jardin des enfants’ habe ich mit Samson Joseph einen Pastor gefunden, der bereits jetzt auf eigene Kosten Kinder aufgenommen hat und sie in seinem Garten mit Oliven- und Bananenbäumen wohnen lässt.
Die Kinder haben ihre ganze Familie verloren und Pastor Joseph versucht ihnen hier einen Platz zu schaffen, an dem sie trotz des harten Schicksalsschalges etwas Hoffnung finden können.
Garten ist für unsere Begriffe zu hoch gewählt, denn Erde ist seit langem wegerodiert. Der Boden besteht hier in der Stadt überall aus Felsen und Stein und Geröll und Kies. Dennoch, die Kinder kennen es nicht anders und es ist ihr Garten. Was hier gebraucht wird ist Sand, Erde kann nur in Töpfen ‚gehalten’ werden, wo dann eine Pflanze drinnen sein kann. Sand wäre hier nicht nur Lebensraum, sondern auch Spielwiese.
Die Kinder haben ihre ganze Familie verloren und Pastor Joseph versucht ihnen hier einen Platz zu schaffen, an dem sie trotz des harten Schicksalsschalges etwas Hoffnung finden können.
Garten ist für unsere Begriffe zu hoch gewählt, denn Erde ist seit langem wegerodiert. Der Boden besteht hier in der Stadt überall aus Felsen und Stein und Geröll und Kies. Dennoch, die Kinder kennen es nicht anders und es ist ihr Garten. Was hier gebraucht wird ist Sand, Erde kann nur in Töpfen ‚gehalten’ werden, wo dann eine Pflanze drinnen sein kann. Sand wäre hier nicht nur Lebensraum, sondern auch Spielwiese.
2. Projektteil: Medizinische Soforthilfe
Hier muss auch der Arzt umdenken. Spritzen kann man vergessen. Die Hygiene der Haut ist zu schlecht und würde zu neuen Infektionen führen. Es gibt ja fast kein Wasser, Wasser ist teuer und waschen ist Luxus. Seife ist nicht zu haben. Die schmutzigen Handtücher tuen ihr übriges, um neue Infektionen hervorzurufen. Schnellverrottendes Papier als Handtuchersatz ist dringend in grossen Mengen vonnöten. Toilettengänge enden meist mit ‚Handreinigung’ und 3-mal über den Steinboden reiben. Sand gibt es keinen, der ist längst wegerodiert. Meine stärkste Hilfe vor Ort ist Frau Dr. Junette Joseph. Ich habe ja ein Riesenschwein oder einen riesenguten Schutzengel, dass ich für mein Projekt so gute Leute ‚gefunden’ habe. Sie hat mir eine neue Liste gegeben, was sie sofort braucht.
Noch am Sonntag, 17. Januar habe ich mit ihr ad hoc eine Sofort-Wundversorgung auf der Plaza Santa Ana mit drei Helfern, die jeder eine der mitgebrachten Schachteln trugen, durchführen können. Zufällig war ein Journalist vor Ort, der diese Aktion gefilmt hat. Er wird es in You Tube unter seinem Namen One felipe veröffentlichen.
1. Projektteil: Suppenküche - einmal am Tag warm essen
Viele von den Menschen am Ort der Verwüstung weigern sich, Fleisch zu essen; sie haben zu viele Tote und Sterbende miterlebt und dauern den Geruch der brennenden Leiber in der Nase. Ich akzeptiere das. Heizmaterial gibt es praktisch nicht, weder Holz, noch Kohle, noch Gas, noch Elektrizität, wenn ja, dann zu überhöhten Preisen. Für Holz werden auch die letzten Bäume zur Strecke gebracht. Ich werde das Problem mit Holzkohle-Lieferungen lösen. Für dieses Suppenküche-Projekt habe ich die Familie Jeanbaptiste engagiert, eine alteingesessene Familie mit vielen guten Kontakten. Den Sohn Jodny Jeanbaptiste habe ich vorläufig als meinen Stellvertreter vor Ort eingesetzt.
Erster Eindruck bei der Ankunft
Am Abend kurz nach Einbruch der Dunkelheit bin ich in Port au Prince, der Hauptstadt von Haiti angekommen und wurde sofort mit dem Elend der Erdbebenopfer konfrontiert. Ich hatte meine Esposa Mode und ihren Bruder Emsi aus Port au Prince mitgenommen, um die nötigen Informationen und Kontakte knüpfen zu können. Wegen der Bruchschäden mussten wir zweimal umkehren, bis wir direkt zum Stadtteil La Saline kamen, oft über Schuttberge und durch Menschenansammlungen hindurch.Seit der Grenze bei Jimani hatte uns der süssliche Geruch bis hierher begleitet und jetzt sah ich über die Silhouette der Sadt, bzw. was davon noch übrig war hinweg, das licht-, rauch-und geruchverbreitende Feuer, wo die Leichen verbrannt wurden. Die Menschen hatten z.T. Geruchsmasken vor dem Gesicht. Ich habe drauf verzichtet, weil das meine Arbeit zu sehr behindert hätte.
Eines der Häuser war noch ganz und wir konnten die Hilfsgüter dort einstellen bis zur Verteilung.
Es war inzwischen dunkel geworden und weil es keine Elektrizität gibt, war alles in ein gespenstisches schwarz getaucht, nur der Feuerschein der Leichenverbrennung erhellte die Szenerie auf makabre Weise. Der kleine Ortsplatz in ‚La Saline’zwischen den kaputten Häusern war übersät mit Menschen, die sich zum Schlaf auf Tüchern und Plastikfolien gebettet hatten.Ein intaktes kleines Radio spendete tröstende Musik, Kinder weinten und Frauen beteten zum Himmel.
Am nächsten Morgen wurden die Waren ausgepackt und die Anwohner, zuvorderst die Kinder wurden einzeln hereingelassen und konnten sich nehmen, was sie wollten.
Hajo's Team
Es ist ein absoluter Glücksfall, dass ich ein solches Team mit der Ärztin Dra. Junette, mit dem Pfarrer Samson Joseph und mit der Familie Jeanbaptiste so absolut unerwartet schnell habe finden können. Ich werde dieses Team weiter betreuen und mit ihnen die Not im Stadtteil La Saline lindern helfen. Mein Ziel ist es, die Wohnqualität soweit anzuheben, wie es für die Lebensqualität der Menschen dort sinnvoll ist.
Hilfsprojekt La Saline

Dadurch, dass ich Freunde in Port-au-Prince habe, konnte ich einen Stadtteil für die Hilfssendung aussuchen, der mir geeignet erschient. Wegen der vielen kleinen Häuser mit Einfamilienhaus- und teils Slumcharakter und hohem Zerstörungsgrad habe ich den Stadtteil La Saline ausgewählt. So heisst mein Projekt denn jetzt auch: ‚Hilfsprojekt La Saline’
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